Verwandlungskünstler Licht
Viele deutsche Fußgängerzonen wirken mit ihrer Mischung aus Resten einstiger Pracht und 60er-Jahre-Beton tagsüber recht deprimierend. Nachts dagegen taucht die Beleuchtung selbst das klobigste Kaufhaus in eine geheimnisvolle Stimmung. Kein Wunder, dass Künstler und Architekten diese erstaunliche Energieform als Gestaltungselement nutzen.
Einer der ersten, die mit elektrischem Licht Kunstwerke geschaffen haben, war James Turrell. In Unna lässt sich eine der eindrucksvollen Installationen des US-Amerikaners bewundern. Seit Turrels Anfängen hat sich die Lichtkunst als eigenes Genre etabliert. Zu dessen Stars gehören auch Europäer wie Mischa Kuball. Mit ihm und dem Lichtkunstzentrum Unna setzt RWE im Kulturhauptstadtjahr ein Projekt um.
Im Kulturhauptstadtjahr hat sich das Lichtkunstzentrum Unna an der Internationalen Biennale für Lichtkunst beteiligt, ebenfalls gesponsert von RWE. Unter dem Motto „open light in private spaces“ zeigten rund 60 renommierte Künstler von Ende März bis Ende Mai 2010 an ungewöhnlichen Orten ihre Werke – in privaten Wohnungen und Häusern der Städte Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Hamm, Lünen und Unna.
Neben Künstlern haben auch Architekten und Stadtplaner das elektrische Licht als Gestaltungselement entdeckt. In Nordrhein-Westfalen gehört eine Expertengruppe der Fachhochschule Dortmund zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Sie möchte die Region Ruhr in eine „LichtRegion“ verwandeln.
Foto: Luftbild Blossey















