Energie als schicksalhafte Ressource: Vorträge, Meisterklassen, Filme, Theater
Was wären wir ohne Energie? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Ihren vielleicht berühmtesten Ausdruck findet sie im Mythos von Prometheus. Im Jahr der Kulturhauptstadt greifen Wissenschaftler die Geschichte auf: „Prometheus 2010 – wo kommen unsere Energien her?“ lautet der Titel ihrer von RWE gesponserten Sommerakademie.

Beinahe täglich erscheinen Zeitungsartikel, in denen es um schwindende fossile Energieträger und die Perspektiven erneuerbarer Energien geht. Wie das Schicksal der Menschheit mit dem Thema Energie verbunden ist, zeigt aber schon der antike Mythos von Prometheus: Zeus nimmt den Menschen ihre wichtigste Energieressource, das Feuer. Sie können kein Essen kochen, nicht heizen und auch kein Eisen mehr schmieden. Prometheus widersetzt sich dem Göttervater, indem er einen Fenchelstängel am Wagen des Sonnengottes entzündet und den Menschen das Feuer zurückbringt.
Die fächerübergreifende Sommerakademie „Prometheus 2010“ fragt vom 30. August bis 9. September: „Wo kommen unsere Energien her?“ Sie folgt einem innovativen Konzept: In öffentlichen Vorträgen wenden sich je zwei Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen einem Thema und unterrichten gemeinsam 40 Jungwissenschaftler in 5 Meisterklassen. So sprechen und lehren beispielsweise der französische Philosoph Bernard Stiegler und der Medienwissenschaftler Erich Hörl über „Energietechniken“. Weitere Vorträge widmen sich unter anderem „Poetischen Energien“ und „Elektrischen Städten“.
Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wird es eine Spiel- und eine Dokumentarfilmreihe geben. Außerdem werden die drei Weltkulturerbestätten Epidauros in Griechenland, Hagia Irene in der Türkei und Zollverein in Essen im Sommer 2010 zu Schauplätzen von Theateraufführungen.















