Brehms Energie leben

Kunst und Naturwissenschaft erscheinen vielen Menschen als Gegensätze. Dabei bieten beide den Menschen jeweils einen Weg, die Welt zu begreifen. In der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 kreuzen sich diese Wege, wenn das MUS-E Labor öffnet.

Mitten in der Ruhr und mitten im Essener Stadtteil Werden liegt die Brehminsel. Die Einheimischen besuchen sie gern für Spaziergänge im Grünen. Vom 14. Mai bis Ende Oktober 2010 kommt zur Ent-Spannung aber auch jede Menge Spannung. Das MUS-E Programm der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland eröffnet ein Labor, in dem die Kunst mit Energie verschmilzt. Hauptsponsor ist RWE.

Die Leiterin des Labors ist die Künstlerin und Hochschuldozentin Diemut Schilling. Sie hat in enger Kooperation mit Wissenschaftlern der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen acht sogenannte Kraft-Stationen entworfen. Gemeinsame Basis dieser Stationen ist die Erkenntnis, dass Energie auf unterschiedliche Weise in Systemen enthalten sein kann, zum Beispiel als Wärme oder als elektrische Energie.

Zusammen mit Werkstätten der Umgebung wird Diemut Schilling diese Entwürfe im MUS-E Labor umsetzen. Außerdem bezieht die Künstlerin die Wege zur Insel, die Brücke und Bäume ein. Überall auf der Brehminsel entstehen Installationen.

Etwa 50 Schulklassen aus Essen und Umgebung werden ebenfalls Exponate beisteuern. Die Jungen und Mädchen nähern sich also auf eine vollkommen neue Weise den Fächern Kunst und Physik an – und verwischen ihre Grenzen.

In den drei Monaten, in denen „die Brehm“ zum Labor wird, finden Workshops und Führungen für Besucher statt. Dafür hat die Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland Kunstschaffende aus der Region sowie Studierende regionaler Hochschulen gewonnen.

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