Volksfest auf der Autobahn
„Das ganze Leben spielt sich auf der Straße ab.“ So schwärmen Mitteleuropäer oft, wenn sie aus dem Urlaub in südlichen Ländern zurückkehren. In diesem Jahr lohnt es sich, zu Hause zu bleiben: An einem Sonntag im Juli wird die A40 zur längsten Festtafel der Welt. „Still-Leben Ruhrschnellweg“ heißt das Projekt, an dem sich auch RWE beteiligt.

Schon in den 70er Jahren hat die Künstlergruppe B1 auf den Symbolcharakter der A40 aufmerksam gemacht: Diese Autobahn – damals noch B1 – verbindet sämtliche Städte zwischen Duisburg und Dormund und ist damit quasi die Lebensader der Metropole Ruhr. Am 18. Juli 2010 feiern die Menschen, die entlang dieser Strecke leben, gemeinsam ein gigantisches Fest. Mitten auf der Autobahn werden rund 20.000 Tische eine 60 Kilometer lange Tafel bilden: das „Still-Leben Ruhrschnellweg“. Für den Autoverkehr ist die A40 deshalb zwischen 11 und 17 Uhr gesperrt.
An jedem Tisch stellt eine Gruppe ihre Leidenschaft vor. Von der Kaninchenzucht über Kabarett bis zum Bauchtanz sind alle Interessen vertreten. In Block 81 bei Bochum-Harpen warten beispielsweise Fans der Filmsaga „Star Wars“ auf Mitspieler für ein Quiz und auf Kinder, die sich schminken lassen möchten. Auch Vereine, soziale Einrichtungen und Unternehmen nutzen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen, darunter RWE. Die Auszubildenden des Energieversorgers und einiger Tochtergesellschaften haben entlang der Strecke mehr als 50 Tische gebucht.
Übrigens: Während sich auf der Spur Dortmund-Duisburg Kulturen, Generationen und Nationen begegnen, heißt es in der Gegenrichtung: Bahn frei für Skater und Radfahrer. Wer also schon immer ausprobieren wollte, ob er die 60 Kilometer auf Skates schafft – am 18. Juli 2010 besteht die Gelegenheit dazu.














