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Kreativität braucht Vernetzung
Die Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst wird im U-Turm das vierte und fünfte Obergeschoss einnehmen. Der Keller soll als Depot des Museums dienen. Doch auch für die anderen Etagen steht das Nutzungskonzept fest. Der leitende Gedanke ist Vernetzung – auch für den Intendanten Dr. Andreas Broeckmann.
Das Erdgeschoss lädt die Besucher zum Flanieren ein. Dort finden sich Restaurants, eine Buchhandlung, Tagungsräume und Oasen der Ruhe. Außerdem hat hier das RWE Forum seinen Sitz, das zugleich als Veranstaltungsraum und als Kino dient. Das erste Obergeschoss ist Hochschulprojekten vorbehalten. Es beherbergt das Gründungsnetzwerk der Dortmunder Hochschulen (G-Dur) mit dem Projekt „Kultur.Unternehmen.Dortmund“, das „Institut für Bewegtbildstudien“, den „Masterstudiengang angewandter Digitalfilm“ der Fachhochschule Dortmund sowie das European Council for Creative Economy (ECCE). Diese Agentur möchte in Dortmund eine europäische Leitmesse für die Branchen der Kreativwirtschaft initiieren.
Unter dem Dach des U-Turms sollen aus Gesprächen Kooperationen und aus Kooperationen Projekte werden. Die Mieter selbst haben es in der Hand, das kreative Umfeld auf diese Weise zu nutzen und den U-Turm zu einem Magneten für Kulturinteressierte, Studierende und Kreative zu machen. Professionelle Unterstützung erhalten sie von Dr. Andreas Broeckmann. Der Kunstwissenschaftler und Kurator übernimmt die künstlerische Leitung des Dortmunder U. Diese Position hatte Broeckmann bis 2007 bereits bei der Transmediale Berlin inne. Nun soll er mindestens fünf Jahre lang den U-Turm führen.
Im zweiten und dritten Obergeschoss sitzen das Ars Electronica Center aus Linz mit dem „Futurelab“ und das „Zentrum für kulturelle Bildung im Informations- und Medienzeitalter“ mit dem Multimediatheater Animax und dem Kindertechnologiezentrum. Außerdem ziehen ein: das Forschungsfenster Medienkunst für Kooperationsprojekte der Hans Breder Foundation, die ID Factory der TU Dortmund, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik sowie der Hartware MedienKunstVerein (HMKV).
Dieser Verein verbindet mit seinen Kooperationen seit mehr als zehn Jahren Kunst und Wissenschaft. Der HMKV organisiert Ausstellungen, Workshops und Kongresse, unter anderem zur Frage, wie der technologische Wandel unsere Gegenwart prägt. Den Raum dafür bietet in Zukunft der U-Turm, vor allem im sechsten Obergeschoss. Diese Etage dient als Transferzone zwischen Forschung, Bildung und zeitgenössischer Kunst. Wechselausstellungen des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst finden ebenso statt wie Präsentationen der Hochschule oder Vorträge.
Im siebten Obergeschoss, das wegen seiner Kuppelform „Kathedrale“ heißt, schweift der Blick von einer Lounge über die Metropole Ruhr. Außerdem gibt es Räume für Veranstaltungen sowie digitale Medien- und Kommunikationsprojekte. Beispielsweise wird hier der internetbasierte IPTV-Kulturchannel der Kulturhauptstadt 2010 arbeiten.
















