Mit dem Licht wechselt die Bedeutung
Im Kulturhauptstadtjahr kooperieren das Lichtkunstzentrum Unna und RWE in einem Projekt mit dem Arbeitstitel „up and down“. Umsetzen werden es der Lichtkünstler und Hochschulprofessor Mischa Kuball und seine Studierenden.
„up and down“ findet im Herbst 2010 an zwei Schauplätzen statt: up steht für das Foyer des RWE Towers in Dortmund, down für die Kellergewölbe der alten Lindebrauerei, in denen sich das Internationale Lichtkunstzentrum Unna befindet. Das Projekt ist zugleich Teil von „Kunst im RWE Tower“, dem regionalen Kunstprogramm der RWE AG. Zwischen beiden Projektorten wird ein Shuttle-Bus eingerichtet.
Was die Besucher erwartet, lässt sich an den bisherigen Arbeiten Mischa Kuballs erahnen – und es macht neugierig. In seiner Heimatstadt Düsseldorf hat der Künstler im Jahr 2008 beispielsweise ein Gelände der Stadtwerke in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Nachts werden hier eine Müllverbrennungsanlage und ein Gasturbinenturm durch Lichteffekte zur Touristenattraktion. Die Installation mit dem Titel „Pacemaker“ (Herzschrittmacher“) verweist auf die Bedeutung der Energie für unser Leben.
Ein Hauptthema von Mischa Kuball ist die Wechselwirkung von Raum und Licht: Jede architektonische Form verändert ihre Bedeutung abhängig davon, in welches Licht sie getaucht wird. Als Künstler veranschaulicht Kuball diese Erfahrung oft in temporären Projekten im öffentlichen Raum. Als Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln vermittelt er seine Einsichten an junge Künstler.
Zur Person:
- geboren 1959 in Düsseldorf
- 1980 erste Schnitte und Kollagen auf Karton, die sich mit Architektur- und Raumstrukturen befassen
- in den 90er Jahren Hinwendung zur Lichtkunst
- 2005-2008 Professor für Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
- seit Oktober 2007 Professur für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln














